MULTIkeram
MULTIkeram - ein Schornstein für alle Fälle

Bisher galt: Beim Bau eines Einfamilienhauses musste der Bauherr bereits in der Planungsphase dauerhaft über Heizart bzw. Heizanlage der Immobilie entscheiden. Denn die unterschiedlichen Beheizungsvarianten verlangten jeweils nach entsprechend geeigneten Schornsteinsystemen. Heute muss diese Entscheidung nicht mehr auf Jahrzehnte getroffen werden. Dank eines von der Ziegelwerk Waldsassen AG Hart Keramik, Waldsassen / Schirnding, neu entwickelten Schornsteinsystems mit Namen "Multi-keram" bleibt der Hauseigentümer flexibel auch für spätere Umrüstungen der Zentralheizung auf Pelletbetrieb oder andere nachwachsende Rohstoffe. Denn das System ist für alle Arten von Heizanlagen geeignet. Hart Keramik präsentierte das Multifunktionsrohr nun erstmals auf der internationalen Fachmesse BAU 2009 in München als Kompakt- und als Luft-Abgas-System.
Öl- oder Gasheizgeräte mit niedrigen Verbrennungstemperaturen machen andere Keramik- Schornsteintypen erforderlich als Holzheizungen, bei denen im Falle eines Rußbrandes über 1.000 Grad Celsius entstehen können. Unterschiedliche keramische Systeme verhindern je nach dem entweder die Versottung (Durchfeuchtung) im Inneren durch säurehaltiges Kondenswasser bei niedrigen oder bieten Schutz bei hohen Abgastemperaturen. "Durch eine spe-zielle Keramikrezeptur konnten wir nun erreichen, dass das neue Schornsteinsystem sämtliche technischen Vorschriften für alle gängigen Brennstoffe und Betriebsarten erfüllt", erläuterte Vorstand Dipl.-Ing. Anton W. Hart.
Das Schornsteinsystem Multikeram zählt zur neuesten Generation W3G - das "W" steht dabei für "feuchtebeständig auch nach Rußbrand", die "3" für "geeignet für alle Brennstoffe" und das "G" für "Rußbrandbeständig". Unter Experten gilt dieser Typ von Keramikschornstein als das Abgassystem für Pellets und andere biogene Brennstoffe wie Scheitholz, Getreide, Rapsöl / Rapskuchen oder Stroh. Denn das Keramikmaterial ist resistent gegen alle Kondensat-Verbindungen, die bei der Verbrennung dieser Brennstoffe entstehen. Das gilt insbesondere für säurehaltige Chloride, die beim Verfeuern von Pellets, wenn auch nur in geringerem Maße, entstehen und die Innenwände des Schornsteins angreifen könnten.
Eine spätere Entscheidung des Bauherren für eine zusätzliche Feuerstätte, wie zum Beispiel einen Kachelofen, bedingt allerdings häufig einen nachträglichen Rauchrohranschluss. Hier bietet das System Multikeram spezielle Vorteile für den Verarbeiter: Es verfügt über ein besonders bearbeitungsfreundliches Keramikgefüge, das die Zeit sparende Verwendung von Standard-Werkzeugen ermöglicht.

